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Tier Bild 4/2005, Seiten 24 u. 25
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Sprich mit mir!
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Nicht nur Hunde, auch Katzen,
Kleintiere und Federvieh "reden" mit uns. Die Menschen müssen ihre
Art der KOMMUNIKATON erst lernen. Experten verraten, wie
das funktioniert
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Petra Lachmann- Glocker (43), Tierpsychologin aus Philippsburg:
"Hunde, die bellen, beißen doch!" |
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Ach, Rolli, war doch alles halb so wild. Sei nicht mehr böse
mit mir. Komm, vertragen wir uns
wieder." Sie kennen solche oder ähnliche Sätze? Verständlich. Viele
Menschen bauen eine sehr innige Beziehung zu ihrem Hund auf. Sie meinen, seine
Mimik, Körpersprache und bestimmte Laute genau deuten zu können. Ein
Trugschluß: Hunde ticken anders.
Sie sind Kontaktsucher. die in einen Sozialverband. z. B. die Familie.
integriert werden müssen. Und sie brauchen einen Rudelführer, sozusagen einen
"Überhund". Was dieser einmal festgelegt hat, gilt. Punkt. Ohne Wenn
und Aber.
Gibt der Mensch sich Mühe, lernen sich Zwei- und Vierbeiner im Laufe der Zeit
besser kennen. Sind Sie vertraut mit dem Tier, genügt schon das Hochziehen
Ihrer Augenbrauen oder ein kleines Kopfnicken, und der Hund weiß, was er tun
oder lassen soll.
Die fünf wichtigsten Fragen
Welche Bell-Laute muß ich
unterscheiden?
Im Gegensatz zum Wolf kann der Hund
bellen. Er hat es entwickelt, um mit dem Menschen zu kommunizieren, er
imitiert damit die menschliche Sprache. Allerdings müssen die Laute immer im
Zusammenhang mit der Mimik und
Körpersprache des Hundes gesehen werden. Bellen hat in der Kommunikation
mit dem Menschen eine besondere Bedeutung, zur Verständigung mit den
Artgenossen wird es kaum eingesetzt.
Allgemein gilt: Je nachdem, was der Hund "sagen" will, werden Klang,
Tonhöhe und -folge variiert. Helles und schnelles Bellen zur Begrüßung kann
eine Aufforderung zum Spielen sein. Höhere Tonlagen drücken aber auch Angst
oder Unsicherheit aus.
Tiefes, rollendes Knurren ist ein Warn- und Drohlaut und heißt soviel wie:
"Hau ab!" Wird das Knurren höher, will der Hund sagen: "Du
machst mir Angst, aber ich werde mich wehren." Geknurrt wird auch im
Spiel, aber hier natürlich ohne böse Absichten.
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Betteln und Unterwürfigkeit wird beim Fiepen und Winseln signalisiert. Gefiept
wird mit hohen, meist heiseren Tönen, um damit zu beschwichtigen oder auch zu
betteln. Winseln ist ein Zeichen von Unsicherheit und Angst vor Bestrafung. Es
wird aber auch wie Jaulen und Fiepen bei kleinen "Schauspieleinlagen"
eingesetzt, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Jaulende Hunde haben entweder Schmerzen, fühlen sich bedroht oder protestieren.
Sind Hunde wirklich traurig oder
glücklich?
Das läßt sich nicht genau beantworten.
Wir wissen vor allem nicht, wie sie Erlebtes verarbeiten. Bisher wurde kaum ein
Hund einer Kernspintomographie unterzogen. um die Gefühlssituationen in seinem
Gehirn darzustellen.
Ist es wichtig, daß mein Hund mich
riechen kann?
Grundsätzlich: Hunde unterscheiden
rund 1000 verschiedene Gerüche. Sie können z. B. Krankheiten erriechen und
sogar Krebs wahrnehmen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen Hunde Menschen
einfach "nicht riechen können". Da kann man noch soviel trainieren
und tierpsychologische Tricks anwenden - es hilft alles nichts.
Kommunizieren Hunde mit Kindern
anders?
Ja. Kinder unterliegen dem"
Welpenschutz". So sind Hunde mit ihnen viel nachsichtiger, auch beim
Spielen. Als Rudelführer werden sie jedoch nicht akzeptiert.
Verstehen Hunde die Bedeutung menschlicher
Worte?
Nein, nur Laute, die Sie als
Kommando für sie festgelegt haben. An der Stimmfrequenz erkennt der Hund, was
Sie meinen. So können Sie auch unsinnige Dinge sagen. Wenn diese ständig
wiederholt werden, "versteht" der Hund sie.
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Amtsblatt der Stadt Philippsburg, Donnerstag, 18. August 2005
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Umgang mit Hund und Katze
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Ja, auch das Philippsburger Ferienprogramm ist ein bisschen "auf den Hund gekommen". Trotzdem ist das, was da geschieht, so gar nicht "für die Katz´". Das klingt ein wenig verwirrend, lässt sich aber schnell erklären. Wir Menschen leben ja nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit unzähligen Tieren zusammen, allen voran mit Hunden und Katzen, die wir folgerichtig auch
Haus-Tiere nennen. Doch das kann nicht gut gehen, wenn man einander nicht versteht. Und viele Menschen machen sich kaum die Mühe, mit Beobachten und Einfühlungsvermögen auf ihre Vierbeiner, deren Gefühlslage und ihr Verhalten einzugehen. Missverständnisse bringen letztlich nur beiden Seiten unnötigen Frust, können sogar in manchen Fällen gefährlich werden. Als Dolmetscher der Tiere zeigte sich auf diesem Gebiet jetzt Petra Lachmann-Glocker beim städtischen Ferienprogramm. Weil das Programm ja zusammen mit
Kindern und Tieren lief, konnten immer nur fünf Kinder an einem Nachmittag teilnehmen. Über 60 hatten sich gemeldet, sodass die meisten leer ausgingen. Wer aber dabei sein konnte, wird Tiere sicher danach mit anderen Augen ansehen.
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Freilich: Auch Mitmenschen gegenüber ist nicht jeder Mensch ein Fachmann im richtigen Umgang. Kein Wunder also, dass man für die wirkliche Kenntnis der Tiere auch Fachwissen braucht, um erfolgreich zu werden. Tierpsychologen nennt man diese Menschen, die wie Frau Lachmann-Glocker eine entsprechende Ausbildung besitzen. Spricht man oft vom "Learning by doing", so gilt
hier auch "Learning by living together". Mit Tieren zusammen- leben macht viele Zusammenhänge fast von allein klarer. Das bemerkt man gleich an- fangs, wie in diesem Haus die Leute mit Hund und Katze friedlich unter einem Dach wohnen und keineswegs "wie Hund und Katze". Man erfährt, wie die Tiere reagieren, wenn man sie ärgert oder gar angreift, welche Körperhaltungen Aggression und Gefahr für das Gegenüber bedeuten. Man hört Interessantes über Rassen und versteht, warum ein Jagd- oder Schlittenhund
nicht als Zimmerhündchen gehalten werden kann, oder dass man Hunde vegetarisch, Katzen aber so nicht ernähren kann. Am Schluss folgte noch ein informativer und schöner Besuch auf dem Pferdehof Brecht in Huttenheim. Alles zusammen erlebnisreiche Nachmittage.
Reeb
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BNN vom Mittwoch, 17. August 2005, Landkreis, Ausgabe Nr. 189
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Malklippen und Tierisches Ferienprogramm kann gar nicht alle Wünsche erfüllen
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Philippsburg (rb). Mit Wasserfarben malten schon die alten Ägypter. Doch damals wie heute steht meist ein bisschen Schweiß vor dem vollendeten Werk. Wer sich nicht gleich entmutigen lässt, kann sich am Ende umso mehr über ein Bild freuen: Das habe ich gemalt! Ähnlich ging es Mädchen und Jungen beim Philipps burger Ferienmalkurs mit Wasserfarben,
denen Helmut Wetter als Lehrer für bildende Kunst an der Musik- und Kunstschule bei der Überwindung handwerklicher Klippen an die Hand ging.
Menschen im
oder am Wasser sollten auf dem Papier entstehen, Motive, die sich leicht mit der Ferienzeit in Verbindung bringen lassen. Blau in allen Schattier- ungen war somit die am meisten verwendete Farbe. Die berüchtigte "Tücke des Objekts" begann bei vielen mit
der Frage, wie man das blaue Wasser vom nach oben folgenden ebenfalls blauen Himmel farblich abgrenzen kann. Und wie bringe ich ein bisschen Bewegung in das träge blaue und feuchte Element? Da hilft oft ein wenig Deckweiß und der richtige Pinselschwung, und wenn es gar nicht laufen will, weiß Helmut Wetter immer noch leinen Rat, um mehr Leben aufs Papier zu bringen.
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Jetzt ist das
Philippsburger Ferien- programm auch ein bisschen "auf den Hund gekommen". Trotzdem ist das, was geschieht, ganz und gar nicht "für die Katz´". Bei der
Tierpsychologin Petra Lachmann-Glocker ging es um ein für beide Seiten stressfreieres Zusammenleben von Mensch und Tier unter einem Dach. Missverständnisse oder Nichtverstehen bringen beiden Seiten unnötigen Frust und können manchmal sogar gefährlich werden.
Mädchen und
Jungen erfuhren, umgeben von den Kindern des Hauses plus Hund und fünf Katzen, wie man schon an der Körperhaltung erkennen kann, wenn ein Tier verärgert oder gar aggressiv ist und man tunlichst auf Distanz geht. Jagd- und Hütehunde haben sehr unterschiedliche Veranlagungen, die man nicht versuchen sollte, ins Gegenteil zu verkehren. Und wie füttert man seine Haustiere? Hunde kann man sogar vegetarisch ernähren, Katzen aber nicht.
Schade für
viele Kinder, die oft zu mehreren Wunschterminen keinen Platz fanden, weil die Teilnehmerzahlen be- schränkt sind. Wer sich zuerst anmeldet, hat jedenfalls immer noch bessere Chancen.
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